Röntgenlicht lässt sich zur Beleuchtung einer Probe nutzen, ohne eine Optik einzusetzen. Beim medizinischen Röntgen ist dies beispielsweise die Regel. Das von der Röntgenquelle ausgestrahlte Licht trifft die Probe (z. B. ein gebrochenes Bein), wird darin teilweise absorbiert und trifft dann den Detektor. 

In vielen Fällen reicht die Intensität der Quelle jedoch nicht aus, um die nötigen Informationen über die Probe in befriedigend kurzer Zeit zu erhalten. In diesen Fällen können Beleuchtungsoptiken zur Verkürzung der Messzeit eingesetzt werden (Abb. 1). 

 

Illumination optics sketch

Abb. 1: Prinzip einer Beleuchtungsoptik

 

Beleuchtungsoptiken formen den einfallenden Röntgenstrahl in der Weise, dass der Photonenfluss am Ort der Probe erhöht wird. In den meisten Fällen muss dazu der divergente Strahl der Quelle kollimiert werden. In manchen Fällen (z. B. an Synchrotronquellen) fokussieren Beleuchtungsoptiken das Licht sogar auf die Probe. Die Eigenschaften von Beleuchtungsoptiken unterscheiden sich bezüglich:


• dem Bereich der Photonenenergie, für den sie geeignet sind
• ihrem Arbeitsabstand bzw. ihrer Brennweite (meist etwa 0,5 m bis zu einigen Metern)
• der Intensitätsverteilung, die sie auf der Probenoberfläche erzeugen (homogen oder punktförmig)
• der erzielten Intensitätssteigerung am Ort der Probe

 

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